
Wie entsteht Seide?
Alle Raupen stellen Seide her, doch nur wenige in so grossem Stil wie der Seidenspinner.
Die Speicheldrüsen sind voll ausgestreckt fast zehnmal so lang wie die Raupe selbst und machen die Hälfte des Körpergewichts aus. Er ist imstande, mit einer Geschwindigkeit von etwa 15 Zentimetern in der Minute zusammenhängende Fäden von bis zu 800 Metern Länge zu spinnen. |
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Der Seidenspinner oder Maulbeerspinner (Bombyx mori) ist ein vor allem in China beheimateter Schmetterling aus der Familie der Echten Spinner (Bombyciadae).
Die Paarung der Schmetterlinge dauert 6 -8 Stunden. Danach legt das Weibchen in wenigen Tagen zirka 400 Eier. |
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Die zunächst gelben Eier werden bald dunkler und schliesslich grau. Jedes Ei ist dann oval, flach gedrückt, 1 - 1,5 mm lang und schiefergrau gefärbt. Die befruchteten Eier überwintern und im nächsten Jahr schlüpfen aus ihnen die Seidenraupen. Sie häuten sich viermal und 30 - 35 Tage nach dem Ausschlüpfen sind sie spinnreif. |
Die Spinndrüsen bestehen aus einem vielfach gewundenen Schlauch, |
dessen hinterer Teil das aus Proteinen bestehende Seidenmaterial absondert. Nach dem anfänglichen Ausstoss einer unregelmässigen, lockeren Fasermasse, der sogenannten Wattseide, ist sie in kurzer Zeit von einem dichten Seidengespinst, dem Kokon, eingeschlossen, der aus einem einzigen bis zu 900 m langen Faden besteht. |
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 Schon das alte China kannte die Seide. Ihr Ursprung liegt etwa im 3. Jahrtausend v. Chr. und ist eher von Legenden umrankt, als dass es genaue Jahreszahlen gäbe. Der Sage nach soll der legendäre Kaiser Fu Xi als erster auf den Gedanken gekommen sein, Seidenraupen zur Herstellung von Gewändern zu nutzen.
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Er gilt auch als Erfinder eines mit Seidenfäden bespannten Seiteninstruments. Die Sage nennt noch einen weiteren berühmten Kaiser: Shennong, den "Gott des Ackerbaus", der das Volk gelehrt haben soll, Maulbeerbäume und Hanf anzubauen, um Seide und Hanfleinen zu gewinnen.
Es war bei Todesstrafe verboten, die Raupen oder ihre Eier ausser |
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Landes zu bringen. Im Jahre 555 gelang es jedoch zwei Mönchen einige Eier zum byzantinischen Kaiser zu schmuggeln. Mit diesen Eiern und dem Wissen, welches sie bei ihrem Aufenthalt in China über die Aufzucht von Seidenspinnern erworben haben, war jetzt auch ausserhalb Chinas eine Produktion von Seide möglich. |
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